SCHLEMMERGARTEN


Projekt #26

Arbeitslose, Armutsbetroffene und Interessierte bewirtschaften zusammen Gärten und eine Küche. Gemeinsam entwickeln sie neue Ideen, lernen von- und miteinander und gestalten Orte, die für jeden offen, gesund und zahlbar sind.

Mitmachen weitere Mitarbeitende für Gartenarbeit und/oder beim Verarbeiten sind erwünscht. Zu gemeinsamen Aktionen wird per Newsletter und auf dem Kalender eingeladen.

Ort Familiengärten Hagnau-Areal und Familiengärten Basel-West, die Küche in Kleinbasel, im Hinterhof an der Oetlingerstrasse 74

Kontakt Sarah Lötscher, schlemmergarten@kstbasel.ch

 

weitere Infos www.schlemmergarten.ch

Flyer Schlemmergarten 2016

1. Ausgangslage
Sich gesund und vollwertig zu ernähren, kostet oft mehr als der Griff zu „Junk-food“, Fertigprodukten und anderen wenig nahrhaften Nahrungsmitteln. Abgesehen davon, dass Bioprodukte für Armutsbetroffene kaum erschwinglich sind, bieten Einsparungen im Nahrungsmittelbereich für Menschen mit wenig Geld oft die einzige Möglichkeit, sich einen “wenn auch geringfügigen“ finanziellen Freiraum zu verschaffen. Qualitativ minderwertige und ungesunde Ernährung bedeuten deshalb für viele Armutsbetroffene zusätzliche Belastungen, die sich auf Wohlbefinden und Gesundheit auswirken können. Diese Problematik ist vielen Betroffenen bewusst, weshalb bereits eine grössere Anzahl von Armutsbetroffenen entweder selber einen Familiengarten betreibt oder die Möglichkeit nutzt, sich an einem Garten zu beteiligen. Das Projekt Schlemmergarten setzt deshalb direkt an den Bedürfnissen und an der Eigenstrategie von Menschen, die wenig Geld zur Verfügung haben, an.

2. Projektziele

  • Möglichkeit für möglichst grosse Anzahl Menschen, die in Basel-Stadt mit geringen finanziellen Mitteln leben, sich gesund, vollwertig und günstig zu ernähren.
  • Entlastung des Budgets durch Eigenproduktion gesunder Nahrungsmittel
  • Förderung/Erhaltung der Gesundheit durch Lebensqualität und Genuss mit kleinem Budget
  • Gemeinschaftliche Tätigkeit sowie Austausch- und Vernetzungsgelegenheiten

3. Aktueller Stand

  • Zur Zeit betreiben wir zwei Familiengärten (Bachgraben).
  • Gemeinsame Nachernte und Wildsammlung von essbaren Pflanzen
  • Erzeugnisse aus dem Gärten und Sammelaktionen werden gemeinsam verarbeitet
  • Die Produkte werden unter den Teilnehmenden verteilt
  • Das Projekt arbeitet vernetzt mit anderen Organisationen aus dem Armutsbereich (Eifam, Selbsthilfegruppe Sozialhilfebezüger, Beratungsstelle für Sehbehinderte, Union der ArbeiterInnen ohne geregelten Aufenthalt)
  • weitere Mitarbeitende für Gartenarbeit und/oder beim Verarbeiten sind erwünscht. Zu gemeinsamen Aktionen wird per Newsletter und hier eingeladen.

Für die Förderung 2016 bedanken wir uns bei der Arcas Foundation und der Ernst Göhner Stiftung. Für die Förderung (2014 / 2015) bedanken wir uns bei der Gesundheitsförderung Schweiz und der Ernst Göhner Stiftung.